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ErnährungPersönlichkeitsentwicklung· 16.11.25

Meine besten naturheilkundlichen Tipps für eine stabile Abwehr in der Erkältungszeit

Von Anja Scholze, Heilpraktikerin · Naturheilpraxis Bewusstgemacht

Meine besten naturheilkundlichen Tipps für eine stabile Abwehr in der Erkältungszeit

Wenn die Tage kürzer werden, die Luft kälter wird und sich jeder zweite Mensch in der Bahn die Seele aus dem Leib hustet, ist klar:
Willkommen in der Erkältungszeit.

Und ja – du kannst so viel mehr tun als „Vitamin C und warm anziehen“.
Dein Körper ist ein kleines Wunderwerk der Selbstregulation, aber er braucht deine Unterstützung. Nicht erst, wenn es dich erwischt, sondern bereits vorher.

In diesem Blogartikel gebe ich dir einen umfassenden Überblick rund um:

Was du präventiv tun kannst

Warum dein Darm die geheime Schaltzentrale deines Immunsystems ist

Welche Naturheilmittel bei Erkältungen wirklich helfen

Was du tun kannst, wenn der Schnupfen schon läuft

Was bei Husten sinnvoll ist – und was du lieber lässt

Meine persönlichen Lieblingsmittel: Ferrum phosphoricum D6, Angina Gastreu, Cistustee & Granatapfelsaft

Lehn dich zurück, schnapp dir einen Tee – es wird ausführlich, klar und alltagstauglich.

1. Prävention: Wie du dein Immunsystem jetzt wirklich stärkst

Viele denken bei Prävention an Vitamine und „zieh eine Mütze an“.
Beides richtig – aber eben nur die Spitze des Eisbergs.

1.1 Immunsystem stärken heißt Nervensystem beruhigen

Eines der größten Missverständnisse:
Viele Menschen glauben, ihr Immunsystem sei „schwach“, dabei ist es oft überlastet.

Warum?

Der Körper unterscheidet nicht zwischen:

Jobstress

innerem Druck

emotionaler Belastung

oder tatsächlich gefährlichen Viren

Wenn du ständig im Sympathikus-Modus (Alarm, Druck, To-do-Modus) festhängst, bleibt kaum Energie, um Immunzellen aufzubauen.

Mein Tipp:
Mindestens 1–2 kleine Pausen täglich.

Kurz rausgehen. Atmen. Gesicht in die frische Luft halten.

Das klingt simpel – wirkt aber erstaunlich stark.

1.2 Ernährung: Die Basis für starke Abwehrkräfte

Dein Immunsystem liebt:

frisches Gemüse

basenüberschüssige Mahlzeiten

warme, frisch zubereitete Speisen

ausreichend Eiweiß aus pflanzlichen Quellen

viel Flüssigkeit

Was es weniger liebt:

Zucker

Weizenprodukte

Alkohol

Industriefette

Dauerstress

Überladenes Essen am Abend

zu viel tierisches Eiweiß

Ich sage meinen Patientinnen immer:

„Darm gut, Gesundheit gut.“

Deshalb:
Regelmäßig frisch zubereitetes essen (Suppen! Eintöpfe! Gemüsepfannen! Salate!).

Und ja – mehr Gemüse als du gerade glaubst, zu brauchen.

1.3 Schlaf – der unterschätzte Immunbooster

Während du schläfst, baut der Körper:

Immunzellen

Gedächtniszellen

Anti-Stress-Hormone

Reparaturprozesse

Wenn du zu wenig schläfst, wachst du nicht nur müde auf – du bist auch empfänglicher für Infekte.

Ritual-Vorschlag:
Abends eine Tasse Cistustee (dazu später mehr).

Handy weg.

10 Minuten Füße warmhalten oder ein Basenfußbad machen.

Wechseldusche der Beine.

Zack – Immunsystem happy.

1.4 Wärme halten

Dein Körper liebt Wärme. Der Grund ist simpel:
Kälte verengt Blutgefäße, auch in den Schleimhäuten.

Weniger Durchblutung = weniger Abwehrkraft.

Also:

warme Füße

Nierengegend warmhalten

Schal, wenn es windig ist

und bitte keine Eisgetränke im November (ja, ich weiß, manchmal vergisst man sich)

2. Der Darm – die geheime Schaltzentrale deines Immunsystems

Jetzt wird’s spannend.

2.1 Im Darm sitzen 70 - 80 % deines Immunsystems

Wenn du dir dein Immunsystem wie eine riesige Schutztruppe vorstellst, dann stehen die meisten davon im Darm und beobachten, was da so reinkommt.

Warum?

Weil:

hier täglich Krankheitserreger ankommen

hier entschieden wird: „Freund oder Feind?“

hier wichtige Immunbotenstoffe entstehen

hier 70–80 % deiner Abwehrzellen sitzen

Wenn dein Darm gestresst ist, ist dein Immunsystem es auch.

2.2 Typische Darm-Immun-Killer

zu viel Zucker

Weißmehl

Alkohol

Dauerstress

schlechte Verdauung, Verstopfung

chronische Blähungen

Antibiotika-Vorgeschichte

zu wenig Ballaststoffe

zu viel tierisches Eiweiß

Klingt bekannt?
Dann weißt du, warum du vielleicht öfter „anfällig“ bist.

2.3 Wie du deinen Darm immunfit machst

Hier kommt das, was wirklich wirkt:

1. Ballaststoffe erhöhen

frisches Gemüse, hat viele lösliche Ballaststoffe und Fasern

Hülsenfrüchte

Leinsamen

Haferflocken

Akazienfaser

Flohsamenschalen (Achtung, viel dazu trinken)

Wildkräuter

Darmbakterien brauchen Futter.

2. Fermentiertes integrieren

Sauerkraut

Kimchi

Joghurt, Kefir

Kombucha

Fermentationssäfte, z.B. Brottrunk gibt bei Rossmann, dm, oder im Bioladen

Kleine Mengen reichen – sonst gibt’s ein Feuerwerk im Bauch, wenn du es nicht gewohnt bist oder eine Histamin-Intoleranz hast.

3. Bitterstoffe

Sie aktivieren Verdauungssäfte & die Leber.
Beispiele: Rucola, Chicorée, Wermut, Artischocke, Wildkräuter oder eine Bitterstoff-Kräutermischung z.B. Schwedenbitter oder Bitterstern

4. Stress senken

Der Darm liebt Ruhe.
Punkt.

3. Naturheilmittel: Was wirklich hilft

Jetzt wird’s praktisch.
Hier kommen meine naturheilkundlichen Klassiker – bewährt, wirksam und gut verträglich.

Bitte denke daran, das meine Tipps keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker:in ersetzen. Bitte entscheide Selbstverantwortlich, wann du medizinische Hilfe brauchst.

3.1 Ferrum phosphoricum D6 – das Schüßler-Salz für die allerersten Anzeichen

Wenn ich Frauen EIN einziges Mittel für die Erkältungszeit empfehlen müsste –
es wäre Ferrum phosphoricum D6.

Warum?

Weil es ein Akutmittel ist für die Phase, die viele verschlafen:

Dieses „Da bahnt sich was an“-Gefühl.

Ferrum Phos hilft…

bei Halskratzen

leichtem Frösteln

beginnendem Schnupfen

ersten Gliederschmerzen

nach Kälte

nach Zugluft

wenn du dich „erwischt“ fühlst

Dosierung (allgemeine Empfehlung):
Mehrmals täglich 2–3 Tabletten im Mund zergehen lassen.

(Meine Patientinnen wissen: Es gehört zur Selbstmedikation. Bei Unsicherheit – bitte Fachkundige Auskunft holen.)

3.2 Cistustee – Immunsystem in der Teetasse

Cistus incanus ist mein persönlicher „Geheimtipp“ – auch wenn er nicht mehr ganz geheim ist.

Warum Cistus so besonders ist:

sehr hohe Polyphenole, das heißt Antioxydative Wirkung

wirkt antiviral

stärkt die Schleimhäute

schützt vor Infekten

ideal zur täglichen Prävention

er stärkt das Immunsystem

wirkt entzündungshemmend und antibakteriell

Trink ihn:

wenn du mit vielen Menschen zu tun hast

wenn du viel pendelst

nach Kontakt mit erkälteten Menschen

in stressigen Zeiten

bei ersten Beschwerden

Pro-Tipp:
Cistustee ist nicht nur Prävention – er verkürzt bei vielen auch Infektverläufe.

3.3 Granatapfel – das Antioxidantien-Kraftpaket

Der Granatapfel ist für mich das schönste Beispiel dafür, dass Gesundheit auch lecker sein darf.

Was macht ihn so besonders?

extrem hohe antioxidative Wirkung!

schützt Zellen vor oxydativen Stress, gerade wenn du viel Stress hast

gleicht Hormone aus

wirkt entzündungshemmend

stärkt die Abwehr

ist reich an Mineralien und Vitaminen

Ob als frische Kerne im Müsli, Saft im Herbst oder im Salat –
der Granatapfel ist wie ein kleiner Wellness-Moment für deine Zellen.

3.4 Vitamin D – das Sonnenvitamin

In der dunklen Jahreszeit sinkt der Vitamin-D-Spiegel rapide.
Zu wenig Vitamin D = erhöhtes Infektrisiko.

Lass den Wert am besten einmal im Jahr bestimmen und substituiere Vit. D3 & K2 für einen satten Vit.D Spiegel.

3.5 Zink – das Reparatur- & Schleimhautmineral

Zink verkürzt Infektdauer deutlich.
Es unterstützt Schleimhäute und Immunzellen. Auch hier kannst du eine Kontrolle im Blut vornehmen lassen, ob der Spiegel ausreichend hoch ist. Das ist wichtig wenn du viele Infekte hast. 2-3 Infekte im Jahr sind schon ok, das kurbelt das Immunsystem an.

3.6 Propolis & Manuka – Naturantibiotika

diese besonderen Bienenprodukte wirken:

antiviral

antibakteriell

wundheilend

entzündungshemmend

Bei Halskratzen ein absoluter Klassiker. In den Citustee geben zusammen mit Zitrone. Lecker und hochwirksam.

4. Was tun, wenn der Schnupfen schon läuft?

Du kennst das:
Erst juckt die Nase … dann läuft sie … dann bist du genervt.

Gute Nachricht:
Du kannst mehr tun als Taschentücher stapeln.

4.1 Wärme, Wärme, Wärme

warmes Fußbad mit Senfmehl (gibt es in der Apotheke)

Kirschkernkissen

Schal

warm trinken

Basenbad

Warum?
Schleimhäute sind besser durchblutet und arbeiten effektiver.

4.2 Nasenspülungen

Ich weiß – klingt nicht sexy.
Aber wirkt. Die Nasenspülflaschen bekommst du in der Apotheke oder im Internet.

Es:

befeuchtet die Schleimhäute

spült Viren raus

reduziert Entzündungen

lindert Druck

Vorsicht:
Nicht übertreiben.

1–2× täglich reicht völlig.

4.3 Inhalationen

Ein Klassiker, weil es wirkt. Einfach eine Schüssel mit heißem Wasser, Kräuter hineingeben, deinen Kopf darüberhalten und ein Handtuch über dich legen. Dann kann der Dampf gut wirken.

Mit:

Salzwasser

Kamille

Thymian

Cistus

5–10 Minuten.
Deine Schleimhäute danken es dir.

4.4 Ferrum Phos weiternehmen

Das Schüsslersalz Nr. 3 . Am Anfang der Erkältung alle Stunde 2-3 Lutschen, bis die Beschwerden abklingen. Die Potenz kann D6 oder D12 sein.

4.5 Viel trinken

Warmes Wasser, hiervon reichlich.
Ingwertee mit Zitrone und Manukahonig, 1-2 Tassen am Tag.

Cistustee.

Holundersaft.

Thymiantee.

5. Was tun bei Husten?

Husten kann nerven – aber er ist ein sinnvoller Schutzmechanismus.
Du kannst ihn sanft begleiten.

5.1 Reizhusten? Das hilft

viel warm trinken

Brust mit Öl einreiben z.b. Sternanisöl, Eukalyptusöl, Pfefferminzöl

feuchte Luft im Schlafzimmer, z.B. mit einem Diffuser mit z.B. Eukalyptus

Thymian- oder Spitzwegerichsirup

Propolis

Wärme auf dem Brustkorb, z.B. mit einem gekochten Kartoffelwickel. Zwei bis drei gekochte Kartoffeln mit Schale in ein Baumwolltuch legen, mit der Gabel zerdrücken und einschlagen. Dann auf die Brust legen. (Bitte die Temperatur prüfen, das es nicht zu heiß ist.)

5.2 Verschleimter Husten? Das hilft

Thymiansaft oder Tee

Efeu

Sternanis, auch als Salbe zum Auftragen auf den Brustbereich.

Fencheltee

Buntnessel kann die Bronchien erweitern und das Abhusten erleichern

Chaga Vitalpilz kann bei Starker Verschleimung sehr hilfreich sein

Inhalationen mit den oben beschrieben Mitteln

Brustwickel

Mein Lieblingsklassiker:
Warme Kartoffelwickel auf die Brust.

(So simpel, so gut. Siehe oben)

5.3 Was du vermeiden solltest

Milchprodukte bei starkem Schleim, da Milchprodukte Schleimbildend wirken.

trockene Heizungsluft, da hilft lüften und für die Nase Baobaböl 1-2 Tropfen pro Nasenloch. Gut einmassieren. Befeuchtet die Nasenschleimhaut.

kalte Getränke

ständiges Räuspern (reizt zusätzlich und die Stimmbänder mögen das garnicht).

6. Mein persönlicher Erkältungs-Notfallplan

Wenn ich merke, dass etwas kommt, mache ich:

Ferrum phosphoricum D6 sofort starten

Cistustee trinken mindesten 3 Tassen am Tag

bei anfänglichen Halsschmerzen, Angina Gastreu stündlich 5 Tropfen

Abendessen warm & leicht, z.B. Gemüsepfanne

Füße wärmen, Senfmehlfußbad

früh ins Bett und ganz viel Schlafen

Handy weg (ja, auch ich muss mich erinnern)

Granatapfel in den nächsten Tagen einbauen oder einfach in einer Orangen Saftpresse ausdrücken und den Saft trinken.

Stress reduzieren – das ist fast wichtiger als alles andere, nichts schwächt den Darm und damit das ganze Immunsystem, wie Dauerstress.

Oft reicht das schon, damit der Infekt gar nicht erst richtig loslegt.

7. Fazit: Dein Körper braucht deine Fürsorge – besonders jetzt

Die Erkältungszeit ist kein Gegner, sondern ein guter Moment, deinen Körper bewusster wahrzunehmen.

Du kannst unglaublich viel tun, um:

dein Immunsystem zu stärken um Infekte abzumildern und schneller zu genesen

dich sicherer und stabiler zu fühlen

Naturheilkunde arbeitet immer MIT deinem Körper – nicht gegen ihn.
Und genau das brauchen wir Frauen in den Wechseljahren, in einer Zeit wo die Immunabwehr durch die Hormonabsenkung natürlicherweise nachlässt: Unterstützung, die sanft, nachhaltig und gut verträglich ist.

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